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“Ich möchte meinen Gästen den Wind aus den Segeln nehmen.”

Cem hat ein Diplom in Kommunikationsdesign, eröffnete mit 28 Jahren ein Shisha-Café in Berlin-Kreuzberg, verkaufte es nach vier erfolgreichen Jahren, lief den Jakobsweg und reiste durch Südostasien. Mit Tausenden intensiven Eindrücken im Gepäck, kehrte er zurück nach Berlin und eröffnete im Juli 2015 sein FES Turkish BBQ. Wir haben ihm fünf Fragen zu seinem Restaurant gestellt:

Welche Idee steht hinter dem Konzept deines Restaurants?
Im Grunde genommen sind es zwei Punkte, die mich angetrieben haben. Der erste
Punkt ist, dass ich den Leuten die türkische Küche näherbringen möchte. Nicht die
bekannte Fast-Food Küche, sondern die unentdeckte Slow-Food Welt. Es sollte
detailliert, innovativ und trotzdem den Wurzeln der türkischen Küche treu sein. Next
level also. Nicht nur Reinwürgen und Sattwerden. Genuss soll im Vordergrund
stehen. Die verschiedenen türkischen Regionen sollen an einem Tisch Platz finden
und sich ergänzen.
Der zweite Punkt ist dem ersten ziemlich nah: Im Alltag haben wir alle sehr viel
Stress, viele Termine, hier und da klingelt das Handy und wir finden kaum noch Zeit
fürs Genießen, für gemächliches Essen. Ich möchte meinen Gästen den Wind aus
den Segeln nehmen, indem ich zu ihnen sage: „Ihr allein bestimmt was auf den Grill
kommt und Ihr bestimmt, wie lange ihr essen wollt.“

Was ist dein Lieblingsgericht auf eurer Karte?
Mein Favorit sind gegrillte Auberginen in Knoblauch-Yoghurt. Patlican Ezmesi.

Welcher war dein bisher schönster Raki-Abend?
Das war definitiv das Yeni Raki Dinner Event im September hier im FES. Cem
Özdemir als Gast, gute Food-Blogger, einen coolen DJ am Start und viele schöne
Menschen und Freunde. Der Abend war für mich der beste Raki-Abend, mit
Abstand. Und das sage ich nicht, weil ich Yeni Raki schmeicheln möchte.

Welchen Gast würdest du gerne einmal in deinem Restaurant begrüßen?
Das wäre auf jeden Fall Vedat Milor. Er ist eigentlich Sommelier, hat aber auch sehr
viel Ahnung, wenn es ums Essen geht. Er hat auch eine eigene Sendung im
Fernsehen, im türkischen NTV. Er wohnt in den vereinigten Staaten, kommt ab und
zu in die Türkei, dreht ein paar Folgen und fliegt direkt wieder zurück. Er reist sehr,
sehr viel und ist ein grandioser Feinschmecker. Für mich der Godfather. Wenn er
bei mir essen würde, wäre ich wie ein kleiner Groupie.

Was tust du, um dein Leben zu entschleunigen?
Ich lese für mein Leben gerne. Ich habe bei mir zuhause eine kleine Bibliothek mit
300 Büchern. Lesen zwingt dich, langsamer zu sein. Das tut gut. Ansonsten gehe
ich oft in die Sauna. Ich glaube, ich habe mittlerweile gar keine Körperflüssigkeiten
mehr, so oft wie ich in die Sauna gehe. (lacht) Und Spazieren gehen am
Grunewaldsee, egal bei welchem Wetter. Das ist für mich das Beste, was es gibt.
Lesen, Sauna und Spazieren im Wald. Lebensqualität in seiner schönsten Form.

Wir bedanken uns herzlich bei Cem für das Interview und empfehlen euch dringend einen Besuch bei ihm in der Hasenheide 58 in Berlin.

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